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NRW-Minister Remmel: Luftschadstoffe sind viel zu hoch

Verantwortlicher Autor: Horst Nauen Solingen, 11.04.2017, 17:29 Uhr
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NRW-Umweltminister Remmel: Luftschadstoffe sind viel zu hoch
NRW-Umweltminister Remmel: Luftschadstoffe sind viel zu hoch  Bild: Horst Nauen

Solingen [ENA] ,,Stickstoffdioxide bleiben das Problem Nummer eins bei der Luftbelastung", sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) beim Besuch einer Messstation in der Solinger City. An 60 von 127 Messstellen werden EU-Grenzwerte nicht eingehalten.

Am Dienstag, 11. April 2017, informierte sich der Nordrhein-Westfälische Umweltminister Johannes Remmel über eine Messstation mit neuer Messtechnik des Landesumweltamtes NRW (LANUV), auf der Solinger Konrad-Adenauer-Straße. Anschließend gab der Minister ein Statement über die Luftqualität in NRW für das Jahr 2016 und sagte: ,,Die Stickstoffdioxid-Konzentration ist im Vergleich zum Vorjahr nicht gesunken und weiterhin in den Ballungsräumen viel zu hoch. Das zeigen die Ergebnisse der Messungen die das NRW-Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW ermittelt haben. Besonders hoch belastet ist die Luft an stark befahrenen Straßen in Ballungsräumen.

Statement des NRW-Umweltministers Johannes Remmel
Messstation in der Solinger Innenstadt
Neuste Messtechnik ist im Internet abrufbar

Luftschadstoffe gefährden die Gesundheit der Menschen

Die Grenzwerte bei Feinstaub sind im dritten Jahr eingehalten worden, damit bleibt Stickstoffdioxid weiterhin der kritischste Luftschadstoff und gefährdet die Gesundheit der Menschen und das nicht nur in Nordrhein-Westfalen. ,,Hauptverursacher dieser hohen Belastung sind nach wie vor der Straßenverkehr und besonders die Diesel-Fahrzeuge. Von daher müssen wir alles tun, um die Gesundheitsbelastungen der Menschen in den betroffenen Städten deutlich zu reduzieren. Denn Umweltschutz ist Gesundheitsschutz", sagte NRW-Minister Remmel.

Um die Luft in NRW weiter zu verbessern, fordert Umweltminister Remmel nicht nur weitere Anstrengungen und Maßnahmen der Städte und Gemeinden sondern auch: ,,Die Automobilhersteller und die Behörden auf Bundes- und EU-Ebene sind in der Pflicht", auch mit dem Verweis auf das Vertragsverletzungsverfahren, das die Europäische Kommission gegen Deutschland wegen der seit 2010 anhaltenden Stickstoffdioxid-Grenzwertüberschreitungen eingeleitet hat.

,,Dass wir weiterhin eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte bei Stickoxid haben ist vor allem ein Versäumnis der Automobilindustrie, die seit Jahren die Entwicklung sauberer Antriebstechnologien verschläft", kritisiert Remmel. ,,Ich will Fahrverbote vermeiden. Denn es kann nicht sein, dass die Bügerinnen und Bürger das ausbaden sollen, was die Autokonzerne zu verantworten haben. Ich setze mich dafür ein, dringend Alternativ-Konzepte vorzulegen und fordere eine Verkehrswende, weg von fossilen Antriebstechnologien hin zu sauberen und emissionsfreien Motoren." Eine weitere Aufgabe wird sein, den öffentlichen Personennahverkehr wesentlich zu verbessern sowie Rad- und Fußwege zu fördern.

Die stündlich aktualisierten Messwerte der einzelnen Messstationen können entnommen werden unter: www.lanuv.nrw.de

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