Dienstag, 24.11.2020 04:57 Uhr

Der unsägliche Abgang des Donald Trump

Verantwortlicher Autor: Dietmar Schwarz Washington, 21.11.2020, 12:49 Uhr
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Washington [ENA] Inzwischen ist es eindeutig klar, dass Joe Biden es geschafft hat, die Mehrheit der Wähler in den Bundesstaaten auf seine Seite zu ziehen, womit er auch auch die Stimmen der dortigen Wahlmänner, die letztendlich den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wählen, gewonnen hat und es wäre für den Unterlegenen, den amtierenden Präsidenten Donald Trump, nun an der Zeit seine Niederlage einzugestehen.

Obwohl das Wahlergebnis inzwischen eindeutig und unumstößlich ist, weigert sich Donald Trump jedoch hartnäckig, seine Niederlage einzugestehen und dem Sieger der Wahl zu gratulieren. Ganz im Gegenteil. Wie in Kleinkind, dass die Wahrheit nicht wahrhaben will, versteigt Donald Trump sich in immer wildere Theorien darüber, weshalb er die Wahl verloren hat und schreckt selbst nicht davor zurück, seine politischen Gegner laut des Wahlbetrugs zu beschuldigen. Schon im Vorfeld hatte er immer wieder behauptet, dass er die Wahl nur verlieren könne, wenn es nicht mit rechten Dingen zuginge und hat als Höhepunkt seiner Forderungen sogar den sofortigen Stopp der Stimmenauszählung verlangt.

Selbst Vertreter der eigenen Republikanischen Partei hatten diese Forderung Donald Trumps als völlig undemokratisch, und nicht dem amerikanischen Rechtsverständnis entsprechend, verurteilt. Dies hielt und hält Donald Trump jedoch nicht davon ab weiterhin, wie ein dickköpfiges Kleinkind, von Wahlbetrug und gefälschten Wählerstimmen zu sprechen. Offensichtlich ist er der Meinung, oder Hoffnung, dass, wenn er diese Beschuldigungen nur oft genug wiederholt, sie sich am Ende als wahr erweisen könnten. Inzwischen haben verschiedene unabhängige Wahlbeobachter bestätigt, dass es nach ihren Beobachtungen keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen gäbe und Trumps Meinung absolut nicht der Realität entspräche.

Trotzdem will Trump das Votum der amerikanischen Bürger nicht akzeptieren und spinnt weiterhin an seiner Version der Geschichte um seinen Sieg, um den er betrogen wurde. Die führt dazu, dass Donald Trump seine Anwälte beauftragt hat die Ergebnisse in den besonders eng umkämpften Bundesstaaten anzuzweifeln und vor Gerichten die entsprechenden Klagen gegen die Anerkennung der Wahlergebnisse einzureichen. Mit aller Gewalt und mit allen Mitteln versucht Donald Trump die Wahlen zu sabotieren und zu boykottieren um doch noch, durch die Tricks seiner Winkeladvokaten, sein Macht zu erhalten. Wie sehr er damit dem Ansehen des Präsidentenamts, der Vereinigten Staaten, und auch seinem eigenen, schadet, scheint dabei für ihn völlig belanglos zu sein.

Was für ein Bild dies über den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, den mächtigsten Mann der Welt und den Präsidenten des Landes, das für sich beansprucht, das demokratischste Land der Welt zu sein, erzeugt, muss sich jeder selbst fragen. Zweifellos hat Donald Trump es nun doch noch geschafft in die Geschichte einzugehen. Er wird für alle Zeiten als der schlechteste Verlierer einer Präsidentschaftswahl in den Geschichtsbüchern stehen. Jede weitere seiner unsäglichen Aktionen wird diesen Eindruck nur noch weiter vertiefen. Donald Trump hat damit jede Chance verspielt sich doch noch als großen Politiker und Staatsmann zu präsentieren. Umso trauriger ist sein schmählicher Abgang, den er sich selbst und ganz alleine bereitet hat.

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