Louder Than Hell
Wacken (Kreis Steinburg) [ENA] Tausende Langhaarige im schwarzen Schlabber-Look, die zu aggressiven Klängen und kreischendem Gesang dumpf mit den Köpfen wackeln. Sie haben ein Bierglas in der einen Hand und die andere zur Faust geballt, aus der nur der kleine und der Zeigefinger herausragen: der „Teufelsgruß“.
Das sind die Klischees über die Besucher des „Wacken Open Air“ (W:O:A). Doch so ist es beim weltgrößten Heavy-Metal-Festival gar nicht - sagen zumindest die knapp 1900 Einwohner des kleinen Dorfes nahe Schleswig-Holsteins Nordseeküste. Seit Donnerstag sind geschätzte 75 000 Hardrock-Fans in dem Ort, um beim 22. „Wacken Open Air“ bis zum Samstag abzurocken.
Als Holger Hübner und Thomas Jensen vor 22 Jahren die Idee hatten ein Festival in Ihrer Gemeinde Wacken veranstalteten ahnten sie nicht, dass es zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt entstehen würde. 1990 kamen 800 Musikbegeisterte aus Region nach Wacken. Sechs Jahre später waren es dann schon 10000 Heavy-Metal-Fans nach Schleswig-Holstein. 2009 konnte Wacken sein 20jähriges Jubiläum feiern. Über die Jahre konnten aus fast jeden Bereich Namen verpflichtet werden. Alice Cooper, Mörtley Crüe, Iron Maiden um ein paar Namen zu nennen.
Mit Ozzy Osbourne und Judas Priest erlebt das Wacken-Open –Air 2011 einen weiteren Höhepunkt unter dem Motto „Louder Than Hell“ Das W.O.A. In Wacken kommt in seiner ganzen Vielfalt zu seinem Recht. Was vor einem Vierteljahrhundert als große Welle des Schwermetalls vor allem aus Großbritannien anrollte und - trotz der großen Zahl der Gruppen - noch als mehr oder weniger homogene Stilrichtung zu erkennen war, hat sich seither inzwischen zu einem unübersichtlichen Wald von Subgenres verästelt: Speed, Grind, Death, Black, Trash, Industrial und Power Metal, Hardrock, Powerrock, Indie-Rock und zig andere Varianten sind immer W:O_vertreten.




















































