Donnerstag, 24.05.2018 21:36 Uhr

Lempertz korrigiert Meisner-Auktionsergebnis

Verantwortlicher Autor: Jochen Raffelberg Köln, 18.05.2018, 15:30 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Mixed News +++ Bericht 2241x gelesen

Köln [ENA] Das Auktionshaus Lempertz hat am Freitag sein tags zuvor publiziertes Resultat der Versteigerung des Nachlasses von Kardinal Joachim Meisner nach unten korrigiert. Pressesprecher Edgar Abs teilte in Köln mit, aufgrund eines “technischen Problems” seien in der Internet-Ergebnisliste “deutlich zu hohe Zahlen” übermittelt worden. Trotzdem habe der Verkauf “weit mehr als das Doppelte der Taxen erzielt”, teilte Abs mit.

Die Gesamttaxe hatte bei über 400.000 Euro gelegen. Ohne die Korrektur auf seiner Internetseite zu vermelden oder diese umzudatieren, hatte Lempertz den Erlös eines mittelalterlichen Klappaltars aus dem Besitz des verstorbenen Kölner Erzbischofs von 592.000 Euro auf 496.000 Euro reduziert. Laut Abs hat die Korrektur “längere Zeit in Anspruch genommen”. Während die Erlöse der Ölgemälde “Morgensonne über dem Meer” (93.000 Euro/Taxe 25.000 Euro) und “Tor bei einer gotischen Kirche im Mondschein” (fast 80.000 Euro/40.000 Euro) der Mitteilung zufolge korrekt wiedergegeben waren, sank der Verkaufspreis für “Die Enthauptung Johannes des Täufers” von über 25.000 Euro auf unter 22.000 Euro.

Ein “Corpus Christi” aus Bronze erzielte danach etwas über 10.000 Euro, 6.000 Euro mehr als der Schätzwert, die Holzskulptur der schlesischen Landespatronin “Hl. Hedwig” 12.400 Euro (7.000 Euro). Der Erlös des Altaraufsatzes “Gekreuzigter Schächer” blieb bei 26.000 Euro (8.000 Euro). In seinem “Pressenachbericht” vom Freitag berichtete Lempertz, insgesamt hätten die Auktionen Alte Kunst und Kunstgewerbe “sehr erfreuliche” 7,4 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer) eingespielt und “fulminante Steigerungen” gesehen wie beim Erfolg für Joos van Cleves nur 20 x 12,5 cm messendes Porträt eines jungen Mannes.

Das Gemälde habe grosses internationales Interesse geweckt; der hartnäckigste Bieter habe schliesslich mit einer Bewilligung von 652.000 Euro den Sieg davon getragen. Das bedeutendste Werk aus dem Nachlass Kardinal Meisners, der toskanische Klappaltar eines toskanischen Malers des 14. Jahrhunderts, “war heftig und lange umkämpft”. Sieger sei ein ungenannter internationaler Bieter erst mit der Bewilligung von rund einer halben Million Euro geworden, schrieb Lempertz. Bei Auktionen wie den von Lempertz fallen teils beträchtliche Gebühren an. So zahlen Verkäufer normalerweise eine Kommission (Abgeld) von neun bis 17 Prozent des Zuschlagspreises, Käufer ein Aufgeld von 24 Prozent auf den Zuschlag, plus 19 Prozent Umsatzsteuer auf das Aufgeld.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.