Donnerstag, 30.03.2017 12:50 Uhr

Lebensraum Wasser - Weltwassertag 2017

Verantwortlicher Autor: Friedrich S. Lenz Neustadt, 20.03.2017, 16:31 Uhr
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Ostsee
Ostsee  Bild: Lenz

Neustadt [ENA] Der Tag des Wassers – World Water Day 2017 der UNESCO steht in diesem Jahr am 22. März unter dem Motto „Wastewater.“ Weltweit ist dies ein weiterer Meilenstein für die Bedeutung des Wassers als Lebenselixier und die nachhaltige biologische Klärung des Schmutzwassers bis hin zum Wasser-Recycling.

Bereits ein früherer Weltwasserbericht verdeutlicht die humanitäre Katastrophe bei der Wasserversorgung, denn über 750 Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser. Für etwa 2,5 Milliarden Menschen fehlen sanitäre Anlagen mit tragischen hygienischen und gesundheitlichen Konsequenzen. Die ungelösten Probleme beim Schmutzwasser und die gravierenden Mängel bei der Abwasserbehandlung sind allgegenwärtig. Jeder weis, dass verschmutztes Wasser eine der Hauptursachen für Krankheiten ist, unter denen die armen Bevölkerungsschichten ganz besonders zu leiden haben. Somit ist klar, dass die Zuwanderung in wasserreiche Regionen und die Abwanderung aus wasserarmen Ländern weiter zunehmen wird.

Neue Möglichkeiten bei der Wasserversorgung und die Wasseraufbereitung / Wasser- Recycling werden immer dringlicher. So ist beispielsweise die Millionenmetropole Singapur schon vor Jahren dazu übergegangen, größere Mengen Wasser aus dem Abwasser (Wastewater) zu produzieren. „Jeden Tropfen Wasser mehr als einmal nutzen“, ist die Botschaft der staatlichen Wasserwerke Singapurs, des Public Utilities Board (PUB) für das neue Wasser (Newater). Täglich werden dort etwa 273 000 Kubikmeter Newater produziert.

Die Aufbereitung des Abwassers erfolgt insbesondere durch Mikrofilter, Membranen und die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Im Vergleich zur Meerwasserentsalzung ist für dieses Verfahren nur ein Drittel der Energie pro Liter Trinkwasser erforderlich. Im US-Bundesstaat Kalifornien wurde in Orange County ebenfalls eine Anlage in Betrieb genommen, während in Ausstralien diese Art der Abwasseraufbereitung umstritten ist. Ein weiteres Beispiel für die Wasseraufbereitung aus Abwasser ist seit 2001 Windhoek in Namibia mit einer täglichen Kapazität von 21.000 Kubikmeter Trinkwasser.

Die Verschmutzung und die weitere Verknappung der wertvollen Ressource Wasser sind eine große Gefahr für die Menschen und die Tiere. Betroffen sind aber auch die Bäume und die Pflanzenvielfalt mit weitreichenden Folgen für alle lebenswichtigen Ökosysteme. Die stark zunehmende Verfestigung von Böden stellt auch für die bereits geschädigte Fauna und Flora eine weitere zusätzliche Belastung dar.

Wasserverunreinigungen gefährden die Gesundheit und die Lebensqualität des Menschen in ungeahnter Weise und haben zudem gravierende Auswirkungen auf die Natur, das Klima und den Wasserkreislauf. Die ungebremste Bautätigkeit und die Versiegelung der Landschaften verschlimmern die Lage zusätzlich, so dass frei fliesende, saubere Gewässer für das Überleben von Mensch und Tier heute wichtiger denn je sind.

Das Gleiche gilt für den Wald, der neben der Versorgung mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff für den Wasserkreislauf eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat. Schon eine ausgewachsene Buche verdunstet über ihre Blätter täglich bis zu 400 Liter Wasser und zeigt uns, wie wichtig jeder einzelne Baum für den Wasserkreislauf und die klimatischen Bedingungen auf der Erde ist. Im Bewusstsein der Menschen ist das Thema Wasser immer mehr verankert, und bei den Forderungen eines Rechts auf Wasser war die erste europäische Bürgerinitiative erfolgreich. Ein Sieg, so klar wie reines Wasser.

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