Frankfurter Ziehenschule eröffnet neues Schulgebäude
Frankfurt am Main [ENA] Der Direktor der Frankfurter Ziehenschule Manfred Eichenauer eröffnete am gestrigen Dienstag den 8,9 Millionen Euro teuren Neubau des Gymnasiums. Geplant war der Neubau eigentlich schon für das Jahr 1990, jedoch fiel er damals dem Rotstift zum Opfer. Also wurde weiter in den "Baracken", die unbestätigten Angaben zufolge noch aus den Zeiten des Reichsarbeitsdienstes stammen, unterrichtet.
Nachdem einzelne Baracken wegen Einsturzgefahr gesperrt werden mussten, wurde der Neubau genehmigt und im Herbst 2009 begannen die Bauarbeiten. Das neue Gebäude ist nach dem Standard des Passivhauses gebaut und voll modernster Technik. Eichenauer erwähnte in seiner Rede, dass dieser Neubau nur der erste Schritt weiterer Schritte sei. Er hofft auf weitere Bauphasen im Zweijahresrhythmus. 2013, so hofft Eichenauer, werde der Anbau abgerissen, 2015 soll ein neues Schulgebäude in Betrieb genommen und mit der Gestaltung des Außengeländes begonnen werden und 2017, so hofft er auch in eigenem Interesse, werden die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.
Die Schulsprecherin der Ziehenschule Irina van Kleef bedauerte in Ihrer Rede, dass seitens der Stadt Frankfurt niemand offiziell zur Eröffnungsfeier erschienen sei. Das Frankfurter Bildungsdezernat hatte im Vorfeld die öffentliche Einweihungsfeierlichkeit abgesagt, worauf die Schule diese schulintern durchführte. Laut dem Sprecher der Bildungsdezernentin Jutta Ebeling (Die Grünen) feiere man ein Fest nur, wenn man etwas zu Feiern hätte. Wegen eines andauernden Konflikts der Schule mit dem Dezernat, bei dem es um die Vergabe der Schulmensa geht, bestehe derzeit keine Aussicht auf eine freundliche Atmosphäre. Eine Feier soll Ausdruck von Freude sein, diese Voraussetzung bestehe jedoch nicht.
Dass es keinen Grund zur Freude gäbe, stimme nicht, so Irina van Kleef in Ihrer Rede. Sie wies auf den guten Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler in den letzten Monaten hin, was allein schon ein Grund zur Freude und zum Feiern sei. Trotz vieler Dinge, die die Schüler "einstecken" mussten, gäbe es kaum eine weitere Schulgemeinschaft, die so zusammenhalte. In ihrer Rede verabschiedete sich die Schulsprecherin auch vom Team der Internationalen Schulkantine um Inhaberin Julia Ajaz Tondrou, dem bisherigen Betreiber der Schulcaféteria, und kündigte die für Januar 2012 erwartete Mensaeröffnung an.
Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurde dem scheidenden Team der Schulkantine die Julius Ziehenplakette verliehen. In der Ehrung wurden über fünf Jahre gutes Essen und menschliche Wärme besonders erwähnt. Das Team, so der Mensaausschuss, die Schülervertretung, der Schulelternbeirat und der Personalrat in einer Erklärung, war mit seiner Herzlichkeit ein wärmendes Zentrum der Schule. Es war von Anfang an initiativ bei der Verbesserung des Verpflegungsangebotes beteiligt und immer kooperativ, wenn Wünsche herangetragen wurden. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier begann das diesjährige Schulfest der Ziehenschule. Besucherinnen und Besucher amüsierten sich beispielsweise im Beautysalon, beim Dosenwerfen oder beim Schokoküsse-Wettessen.




















































