Samstag, 06.06.2020 07:02 Uhr

Der Schweizerische Samariterbund und den Spendenaufruf

Verantwortlicher Autor: Markus Reding Kriens, 09.05.2020, 14:25 Uhr
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Kriens [ENA] In mitten der Corona Krise hat der Schweizer Samariterbund (SSB) einen Spendenaufruf gestartet. Zitat: Samariter für Sie im Einsatz für den Coronatest. Der Brief hat zu einem die Assoziation aufgerufen das der SSB und deren Mitglieder den Test machen zum anderen Sie dringendst Geld brauchen um diesen Arbeit zu bezahlen. Aufgrund dessen wurde der SSB für eine Interview angefragt.Herr Lack stellt sich der fragen

Frage :Aufgrund des Umschlages Ihres Spendenaufrufs ergab sich mir ein Bild das der SSB Coronatest bei allen Personen macht, auch Hausbesuche usw. Ist dem so? Anwort: Im Brief ist ein Beispiel von Frau Kaiser als freiwillige Mitarbeiterin im Kartonspital Luzern. Es gab weitere Samariter, die den Test im Testzentrum Bern gemacht haben Kommentar: Die Aussage die ich verstanden habe das diese Hausbesuche gemacht werde ist falsch, richtig ist das unter anderem Frau Kaiser im Kantonsspital Luzern sowie andere Samariter im Testzentrum Bern tätig sind

Frage :Der SSB ist ja eine Freiwillige Organisation ? Wie Definiert SSB die Freiwilligkeit Richtet sich die SSB nach den Regeln der Freiwilligkeit von Benevol? Antwort: Wir sind Mitgliedsorganisation des Schweizerischen Roten Kreuzes. Das SRK hat Leitlinien für die Freiwilligenarbeit, nach denen wir uns richten. Diese Leitlinien basieren auf den Vorgaben der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungund gleichzeitig auf den anerkannten Standards der Schweiz, den Benevol Regeln.

Frage : Ihr Spendenaufruf ergab bei mir das Bild das viele Samariter freiwillig Arbeiten gehen und somit kein Geld bekommen. Also Freiwillig Arbeiten. Ihre Spendenaufruf zielt darauf an das Ihre Samariter ( Mitglieder) aufgrund dieser Arbeit kein Geld bekommen und Sie somit dieses Geld als spenden einsammeln um den bedürftigen Samariter zu unterstützen ist dem so? Antwort: Es ist so, dass für die Samariter eine entsprechende Ausbildung notwendig ist. Diese haben die Samaritervereine selbst angeboten. Der SSB erbringt die Grundlagen für die Ausbildung der Kader. Dabei handelt es sich um Kursleiter sowie Samariterlehrer. Der Spendenaufruf soll das ganze Samaritersystem unterstützen.

Diese Ausbildungsleistungen können nur gemeinsam erbracht werden. Damit sind Kosten verbunden. Die Samariter haben gemeinsam diese Kosten bis jetzt selbst getragen. Die Finanzierung wurde in den vergangenen Jahren immer schwieriger aus diversen Gründen. Der Spendenaufruf war eine Einladung an die Schweizer Bevölkerung, die die Samariter in ihrem Engagement unterstützen möchten. Die Erträge werden aufgeteilt zwischen der Geschäftsstelle und den Kantonalverbände. Die Verbände können die Erträge dann an die Vereine weitergeben.

Frage : Wie verlief der Aufruf zur Hilfe in der Coronakriese? Wurden Samariter angestellt. Antwort : Einige Kantone haben über den Kantonalen Krisenstab wie z.B. im Wallis direkt den Kantonalverband angefragt. Das Kantonsspital Luzern hat beispielsweise den Kantonalverband Luzern direkt angefragt. Im Testzentrum Bern sind sie direkt an das SRK gelangt und das SRK hat wiederum den SSB angefragt. Der SSB hat dann abgeklärt, welche Ressourcen zur Verfügung standen. Die Geschäftsstelle hat keine Anstellungen vorgenommen. Die rechtlichen Situation wurde direkt von den Samaritern und den angefragten Spitälern und dem Testzentrum geregelt.

Frage : Wussten die Kantonalverbände von diesen Spenden Aktion und konnten Sie den Inhalt schon vorab zur Kenntnis nehmen? Antwort : Die 24 Kantonalverbände und die rund 880 Samaritervereine wurden vorgängig Informiert. Frage : Der Samaritervereine Bülach Distanziert sich klar von diesem Spendenaufruf den Sie als SSB herausgegeben haben. Wie ist die Darstellung der SSB. ( siehe Foto) Antwort: Es geht nicht darum, mit dem Spendenmailing finanzielle Löcher zu stopfen. Der SSB hat eine Umfrage bei den Vereinen und Verbänden durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, wo und wie sich die Samariter in der Pandemiebewältigung engagieren. Wir haben dann erfahren, wie aktiv viele Samariterinnen und Samariter sind.

Diese Einsätze tätigen sie nicht nur als Privatperson, sondern auch als Samariter, die durch die Vereine und den SSB ausgebildet wurden. Wie z.B. bei der Unterstützung der Pflege und von Altersheimen. Dies setzt gewisses Hygienewissen voraus, das man von jemandem ohne Samariterausbildung nicht erwarten kann. Die Rückmeldungen von den Behörden war durchwegs positiv und sie wissen, den Einsatz der Samariterinnen und Samariter sehr zu schätzen. Es ist klar, dass die Samariter dies nicht aus monetären Gründen machen. Es wird eine Erweiterung der Finanzierungsbasis angestrebt. Durch die zusätzliche Mittelbeschaffung können die Vereine und Kantonalverbände entlastet werden.

Das leistet einen Beitrag zum Fortbestand des Samariterwesens in der Schweiz Frage : der Samaritervereine Dornbeck hat bei Ihnen mehrfach Interveniert und trotzdem wurde der Spendenaufruf lanciert, ist dem richtig so, wieso? Gab es noch andere Vereine in die intervenierten? Antwort : Es gab gesamthaft gesehen wenige Vereine, die interveniert haben. Diese Rückmeldungen werden ernst genommen. Wir haben gesehen, dass gewisse Samaritervereine zeitgleich in gewissen Regionen auch Spenden gesammelt haben. Davon wussten wir aber nichts. Ausserdem gibt es jedes Jahr eine nationale Spendensammlung die SamSam (Samariter Sammlung).

Eine Erkenntnis ist, dass wir zukünftig auch Spendenaktionen ausserhalb der SamSam mit den Kantonalverbänden und Samaritervereinen koordinieren müssen. Sie können dann ihre Aktionen planen entsprechend planen. Das Bestreben des SSB ist es, gegenseitig Informationen auszutauschen, wer welche Aktivitäten plant. Frage : Zitat: Dessen Handeln sei "extrem unpassend und nicht dem Samaritergedanken entsprechend" Wie definieren Sie und der SSB dieser Samaritergendanken? Antwort : Das Argument, das es nicht zum Samaritergedanken gehört, diesen Spendenaufruf zu tätigen, ist beim SSB angekommen. Der SSB findet es sehr ehrenhaft, wie die Samariter unterwegs sind.

Sie haben keine Aufmerksamkeit erhalten wollen für den Wert, den sie für die Gesellschaft erbringen. Die Samariter sind sehr zurückhalten umgegangen bei Spendenaufrufen oder im Hinblick auf finanzielle Unterstützung. Der SSB ist eine «Non-Profit»-Organisation und braucht wie andere Vereine auch Spenden um zu existieren. Wir zeigen der Bevölkerung auf, welche Leistung die Samariterinnen und Samariter erbringen und laden die Bevölkerung mit diesem Brief zu einer Spende ein. Im Sinne: Tue Gutes und sprich darüber. Dies ist absolut vereinbar mit dem Samaritergedanken. Die Herzenssache ist da, denn die Samariterinnen und Samariter leisten unzählige Stunden Freiwilligenarbeit.

Frage : Ein Kantonaler Verband hat Ihren Mitglieder die Weisung herausgegeben das es nicht erwünscht ist mit der Presse zu Kommunizieren, ebenso lehnen Sie ein Statement ab. Antwort : Bei Meinungsverschiedenheiten sollten dies Intern ausgetragen werden. Es kann sein, dass wenn der Verein an die Öffentlichkeit tritt, ein falsches Bild entstehen kann. Es gab wenige Vereine, die dies getan haben. Der Weg in die Öffentlichkeit zu suchen, ist ein Weg, wenn man intern nicht mehr weiter kommt Jedoch nicht am Anfang. Kommentar : Der Kantonalverband Luzern hat dies Umgesetzt und die Meinungen der Vereine der SSB weitergeleitet. Mit Intern ist der Verein gemeint und deren Mitglieder.

Frage : Welche Worte möchte der SSB den Mitglieder und der Bevölkerung richten, was sind Ihre abschliessende Worte? Antwort : ch möchte gerne den SSB-Mitgliedern und der Bevölkerung mitteilen, dass wir bis jetzt einen sehr guten Spendenrücklauf haben und möchte mich auch dafür bedanken. In unseren Augen hat die Bevölkerung verstanden, welche wertvollen Leistungen und Aktivitäten die Samariter erbringen und durchführen. Die Bevölkerung hat ihre Solidarität mit dem Samariterwesen mit den Spenden zum Ausdruck gebracht. Ich bedanke mich herzlich bei der Bevölkerung für das Vertrauen in das Samariterwesen.

Den Vereinen möchte ich sagen, dass es keinen Grund gibt, sich dafür zu schämen, die Bevölkerung um finanzielle Unterstützung anzufragen. Das Interview wurde geführt mit Peter Lack Direktor und Gesamtprojektleiter Neuausrichtung SSB, Verbindung Zentralvorstand, Repräsentation verbandsintern und -extern Die ausgeführten Kommentare sind die persönliche Kommentare von Markus Reding Schlusskommentar: Der Spendenaufruf kam meines erachtens an einer ungünstigen Zeitpunkt. Der Brief ergab bei einigen Mitgleider das falsche Bild. " Wir Arbeiten Frewillig, es gehört sich nicht jetzt schon spenden zu sammeln" Gut zu wissen das der SSB auch fehler bemerkt und diese verbessern will.

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