Donnerstag, 28.01.2021 06:15 Uhr

Da, wo die Welt in Ordnung ist

Verantwortlicher Autor: SiSt24 Elflingen / Franken, 04.01.2021, 12:56 Uhr
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Elflingen
Elflingen   Bild: Stefan Siedler

Elflingen / Franken [SiSt24] Ganz Deutschland ist von der Corona-Pandemie betroffen. Ganz Deutschland? Nein, nicht ganz. Ein kleines Areal im kleinen Franken entwickelt sich zu einem Zentrum der Hoffnung, der Freude und der Zuversicht. Was vor nicht allzu langer Zeit aus einer Ablenkung des Alltags heraus begonnen wurde,

nimmt flashmobartige Ausmaße an. Es begab sich zu einer Zeit, in der öffentliches Leben zurückgefahren wurde. Vergnügen wurde gesetzlich verboten, na sagen wir mal untersagt. Das Treffen mit Freunden in einer Kneipe, Volksfestatmosphäre, Biergärten, Kino, Kultur, Wellness, all das wurde mit Verweis auf die Auslastungen der Intensivstationen der übriggelassenen Krankenhäuser beschränkt. Wo bleibt da der lebenswichtige Ausgleich deren, die diesen nicht in ihrem Alltag finden? So begab sich Silke Sauer an einem November-Tag 2020 mit ihren beiden Kindern und einigen Nachbarkindern in den Wald in der Nähe des mittelfränkischen Nürnberg.

Um Abstand von der Tristesse des Alltags der Kinder zu bekommen, fing die Gruppe an aus Zweigen und Moosflechten kleine Minihütten zu errichten. Diese lehnten sie an die hohen Kiefern, so dass eine Art Zelt entstand. Diese Behausungen, so erklärte sie es den Kindern, dienen als Unterschlupf für die vielen Elfen. Nach dem an gut 10 Minihütten Richtfeste gefeiert wurden, brach die Dunkelheit herein und die Bauarbeiter gingen in ihren wohlverdienten Feierabend. Nicht aber ohne eine Einladung für die zukünftigen Bewohner zu hinterlegen.

Schließlich vergingen einige Tage und Silke Sauer machte sich so ihre Gedanken, was wohl mit den Häusern passiert sein könnte. Beeinflusst von Meldungen, welche in den Nachrichten mit wenig Hoffnung und Zuversicht verbreitet werden, machte sie selbst auch wenig Hoffnung, ob die Behausungen überhaupt noch stehen und nicht etwa den Wetterbedingungen oder gar einem blinden Vandalismus zum Opfer gefallen sein könnten. So begab sie sich zu dem Ort, bei der sie die Bauaufsicht hatte und erlebte eine Überraschung. Die 10 Minibauten existierten allesamt noch und in der Zwischenzeit kamen ganze 4 neue Häuser dazu! Tage später gingen sie und ihr Bautrupp wieder an die Stelle und fanden noch mehr Wohnungen vor, mit viel Liebe zum Detail errichtet.

Mit dem heutigen Tag sind über 100 – in unfassbaren Worten E I N H U N D E R T – neue Wohnungen hinzugekommen und es werden jeden Tag mehr. Jedes einzelne mit viel Liebe und Einsatz errichtet und ausgestattet, aus dem Dorf wird eine Stadt. Die aus Kunststoff bestehende saisonalen Accessoires werden zu gegebener Zeit entfernt. Eine Stadt mit Zuversicht und Hoffnung! Unser journalistischer Codex ist in der letzten Zeit leider etwas in Verruf geraten. Daher lasse ich es dabei den genauen Ort zu verraten (im Unterschied zu Google!). Dieser Bericht soll eher als Anregung dienen, den Elfen auch eine Unterkunft zu bieten, in der Umgebung, wo dieser Bericht gelesen wird.

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