Mittwoch, 20.01.2021 18:03 Uhr

STEIERMARK SCHAU: was sein wird

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Graz, 03.01.2021, 20:08 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 3221x gelesen

Rom/Graz [ENA] Die Ausstellung was sein wird, (10.04.-31.10.2021) von Barbara Steiner, Katrin Bucher Trantow kuratiert, im Kunsthaus Graz, widmet sich den Spuren des Zukünftigen im Hier und Jetzt. https://youtu.be/oT_LyEOYZpo Die STEIERMARK SCHAU interpretiert die traditionellen Landesausstellungen neu und hebt die „Ausstellung des Landes“ auf zukunftsweisende Schienen.In der STEIERMARK SCHAU spiegelt sich die Steiermark

vielstimmig und vielfältig. Sie zeigt ein Land, das den lebendigen Austausch zu seinen Nachbar*innen sucht und seine gestaltende Rolle in der europäischen Gemeinschaft aktiv wahrnimmt, ohne auf seine Geschichte zu vergessen. Aus dem Aktuellen wird Mögliches, Unmögliches, werden ferne oder nicht allzu ferne Entwicklungen erfahrbar gemacht, die eine Gemeinschaft der Zukunft multidimensional formen können: Bauen mit Holz, Mycelium oder Abrissmaterialien, nachhaltige Verpackungen, schulübergreifende Bildung, Lernen mit VR, ökologisches Wirtschaften, Gemeinwohlökonomie, Mitbestimmung/Teilhabe und die Rolle von Kunst und Kultur.

Die Ausstellung zeigt also nicht die eine ferne Utopie oder den einen möglichen Entwurf für eine Idealgesellschaft. was sein wird skizziert Zukünfte. Im Plural. Die Ausstellung öffnet sich dem Publikum als mehrdimensionales und änderndes Netzwerk einer Auseinandersetzung zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft; zwischen Forschung, Praxis und künstlerischen Visionen; zwischen mikro und makro, lokal und global. Das Kunsthaus stellt nicht nur denkbare und mögliche Veränderungen in den manche gesellschaftlichen Bereichen vor, während der Steiermark Schau sollen auch bestimmte Vorhaben konkret umgesetzt werden, wie etwa die Vermeidung von Verpackungsmüll im Ausstellungsbetrieb, der Einsatz nachhaltiger Materialien im Ausstellungsdesign

sowie Inklusion im institutionellen Alltag. Der Ausgangspunkt ist die jetzige Situation in der Steiermark. Die Ausstellung schaut in die verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche und versucht, avantgardistische Szenarien zu identifizieren, die den gegenwärtigen Status quo überschreiten. Dabei wird auch ein Blick „zurück in die Zukunft“ geworfen, auf Zukunftsvorstellungen vergangener Jahrzehnte. Damit verschränken sich historische und gegenwärtige Zukunftskonzeptionen, wodurch auch ein Aufgreifen und Weiterdenken von in Vergessenheit geratenen Überlegungen ermöglicht wird.

Die in der Ausstellung vorgestellten Zukünfte (ob nun utopisch, dystopisch oder auch, je nach Blickwinkel, beides zugleich) kommen den uns umgebenden Realitäten nahe: ob es sich um den Strukturwandel im ländlichen Raum, um Logistik, Mobilität, Digitalisierung, Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Altern, Migration oder Geschlechtergerechtigkeit handelt. Die skizzierten Zukünfte könnten in den nächsten Wochen Modifikationen erzeugen, in den kommenden Monaten, in fünf, zehn oder fünfzig Jahren.

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