Mittwoch, 25.11.2020 17:36 Uhr

Mittelalterliches Kriminalmuseum ob der Tauber

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Rothenburg, 14.11.2020, 18:16 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 2296x gelesen
Mittelalterliches Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber - Eingangsbereich mit Opferkorb
Mittelalterliches Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber - Eingangsbereich mit Opferkorb  Bild: wikipedia.de

Rothenburg [ENA] Im Corona-Jahr zählt das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Rothenburg ob der Tauber ist der Prototyp eines mittelalterlichen Städtchens: Idyllisch , beschaulich, romantisch wirkend.

Dieses Museum, in der ehemaligen Reichsstadt beheimatet, genieß weltweit einen einzigartigen Ruf. Besonders bei den Menschen, die sich für Rechtsprechung und Kriminalgeschichte interessieren. Das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen. Es lockte in den Vor-Corona-Zeiten über Hundert- zehntausend Besucherinnen und Besucher nach Rothenburg.

Mehr als 50 000 Exponate aus 1000 Jahren Rechtsgeschichte

Mit mehr als 50 000 Exponate aus 1000 Jahren Rechtsgeschichte widmet es sich den historischen Grundlagen der Europäischen Rechtsordnung und zählt mit der eisernen Jungfrau (Iron Maiden) , die den Dracula-Autor Bram Stoker inspirierte, bei in- und ausländischen Besuchern zu den bedeutendsten und beliebtesten Kulturhistorischen Museen. Bei einer ersten Zwischenbilanz des Corona-Jahres, die das Museum jetzt veröffentlicht hat, belegt, wie sich Kulturinstitutionen trotz Corona neu aufstellen können.

Bis zum 2. Lock-Down Anfang November 2020 sind es stolze 67 000 Besucher geworden. Der Museumsdirektor Dr. Markus Hirte zeigt sich mehr als zufrieden. Sein Kommentar: “Wir haben schon jetzt im Corona-Jahr 2020 ein besseres Ergebnis erreicht, als manch andres Museum in den großen Kulturmetropolen.” “In der gerade durchgeführten Besucherumfrage des Kriminalmuseums nennen 75 % der Besucher das Museum selbst als Anlass, für ihren Rothenburg-Besuch. Die weit überwiegende Mehrheit der Befragten war selbst als Kind schon im Museum und hat jetzt mit den eigenen Kindern erneut das Museum besucht”, erklärte Dr. Markus Hirte.

Im Paradies fing alles an

Die Jubiläumsausstellung schildert die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Im Paradies fing alles an: Menschheits- und Rechtsgeschichte. “Der Sündenfall war auch der erste ‘Rechtsfall’: Die Schlange als Verführerin und Adam und Eva als Verführte und überführte Gesetzesbrecher einer göttlichen Ordnung. Dieses Ur-Ereignis formulierte den Grundton für spätere Entwicklungen”, so Dr. Markus Hirte. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Prof-Dr. Andreas Deutsch (Heidelberger Akademie der Wissenschaften) und Prof.-Dr. Wolfgang Schild (Bielefeld).

Tägliche Öffnungszeiten:

November (Änderungen vorbehalten) Montag bis Freitag 13-16 Uhr Samstag, Sonntag 10.-16.00 Uhr. 28./29.11 2020 10-18. Uhr Dezember: Montag bis Freitag 10 – 16 Uhr, Adventswochenende 10-18 Uhr, Heilig Abend 10.-13.00 Uhr Die Tickets können direkt vor Ort an der Kasse oder online gekauft werden. Wie in allen öffentlich zugänglichen Einrichtungen müssen die Corona-Regeln strengstens eingehalten werden.

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