Samstag, 17.04.2021 05:04 Uhr

Kultur weiter im Lockdown

Verantwortlicher Autor: Sandra Schillberg Köln, 11.03.2021, 15:31 Uhr
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Konzertverbot in der Pandemie
Konzertverbot in der Pandemie  Bild: Sandra Schillberg

Köln [ENA] 365 Tage offizielles Veranstaltungsverbot! Die Initiative "ARTensterben - Kulturbetrieb am Boden" warnt: "Aus einer Mahnung ist ein Tatort geworden" und lädt zur Mahnwache am Samstag, den 13.03.2021 um 12:00 Uhr in Köln auf den Roncalliplatz am Dom ein.

Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hat in der vergangenen Woche lange über mögliche Lockerungen des Lockdowns diskutiert. Viele Branchen haben so zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer ihre Existenzen nicht vollständig zu verlieren, auch wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen. So kann beispielsweise der Einzelhandel wieder öffnen (je nach Inzidenz nur mit Terminvergabe).

Maniküre, tätowieren und Massage sind unter Auflagen wieder erlaubt, Zoos dürfen wieder Besucher empfangen und Kinder dürfen draußen wieder miteinander spielen. Doch für viele Branchen fehlt weiterhin die Planungssicherheit. Auch wenn voraussichtlich in 14 Tagen Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos unter Auflagen wieder öffnen dürfen, so bleibt die Veranstaltungsbranche weiterhin außen vor. Nach heutigem Stand sind Veranstaltungen frühestens ab 5.4. mit maximal 50 Personen und nur bei einer Inzidenz unter 50 erlaubt. Erst bei der nächsten MPK am 22.3. will man sich mit der Veranstaltungsbranche, Kultur, Gastronomie (innen) sowie Hotels befassen.

Kulturbranche geht zu Boden

Um auf ihre dramatische Situation aufmerksam zu machen lädt die Initiative "ARTensterben - Kulturbetrieb am Boden" unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften zu einer Kundgebung kommenden Samstag, den 13.3., in Köln ein. Alle direkt und indirekt Betroffenen, egal ob Musiker*innen, DJs, darstellende Künstler*innen, Bühnen- und Medien-Techniker*innen, Rigger, Runner, Messe- und Bühnenbauer*innen, Eventagenturen, Booker, Tourmanager*innen, Fahrer*innen, Bus- und LKW-Unternehmer*innen, Schausteller*innen, Gastronomen/Gastronominnen, Hotellerie und Anbieter*innen von Eventlocations, Caterer, Servicekräfte, Innenausstatter*innen, Foto-/Videograph*innen und alle weiteren, sind eingeladen, sich an der Mahnwache zu beteiligen.

Aus dem ursprünglich geplanten "Die-in", welches in der seit Juli 2020 durchgeführten Aktionsreihe das Massensterben der Soloselbständigen, (Klein-) Unternehmer und Freiberufler der rund 150 Gewerke der Veranstaltungsbranche für die Öffentlichkeit sichtbar macht, wird aufgrund des Jahrestages eine Mahnwache. Die "Tatort"-typischen Umrisse auf den niedergelegten Flaggen stehen symbolisch für die bedrohten Existenzen, die nach mittlerweile einem Jahr BERUFSVERBOT noch immer keine Perspektive von der Regierung geboten bekommen. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen erklingen um 12:00 Uhr die Sirenen.

Betroffene können für sie berufstypische Gegenstände auf den Bannern niederlegen. Die Mitnahme nach der Aktion dabei nicht vergessen. Nach der Rede von Mit-Initiator Markus Schulze zur Situation der Branche sowie dem Verlesen betroffener Berufe und Berufsgruppen werden Interviews mit den Teilnehmern der Aktion geführt. Interessierte können die Organisatoren unter anderem via facebook kontaktieren.

Keine Coronaleugner und Querdenker erwünscht

Die Aktion richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Infektionsschutzmaßnahmen. Die Hygienevorschriften und Corona-Auflagen sind einzuhalten und werden vor Ort durch Ordner sichergestellt und überprüft. Samstag, den 13.03.2021, 12:00-ca. 14:00 Uhr Roncalliplatz in Köln (Domnähe). Nähere Informationen zu ARTensterben und der Aktion auf facebook. www.facebook.com/artensterben www.facebook.com/diefotowache www.fotowache.de www.markusschulzefoto.de

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