Kettcar – Zwischen den Runden
Hamburg [ENA] Das neue Album "Zwischen den Runden" der Band Kettcar ist bereits der fünfte Album der Hamburger, die sich 2001 gründeten und sich mit kraftvollem Indie-Rock und tiefgründigen Texten inzwischen nicht nur im Norden einen Namen gemacht haben. Die Band um Sänger Marcus Wiebusch ging von Anfang
an ihren eigenen, manchmal etwas unkonventionellen Weg. Kettcar geben sich auch mit dem neuen Album "Zwischen den Runden" kämpferisch und benutzen im Albumtitel sowie in vielen Songs anschauliche Metaphern: "Luftholen, Trinken, Zahnausspucken, Weitermachen „und bezieht sich somit auf den täglichen Überlebenskampf. Kettcar blicken eher nach vorn statt sich in vergangenen Erfolgen zu sonnen, und so haben sie sich mit der neuen Platte auch wieder ein Stück weiterentwickelt. Als das 2008 veröffentlichte Album namens 'Sylt', das nicht nur inhaltlich eine Spur zu belehrend war, sondern auch musikalisch vieles anders, aber wenig besser machte. Vermeintlich verbrauchte Themen sind es, die die Band auch diesmal bearbeitete.
Der Tod, die Vergänglichkeit, die Hoffnung und natürlich auch wieder von Liebe. Die nachhaltigen Songs, die diesmal auch zu einem großen Teil von Bassist Reimer Bustorff stammten, eröffneten wieder neue Sichtweisen auf die Dinge. Es ist ein harmonisches Album geworden und doch ein abwechslungsreiches und ernstes. Und am Ende ein unendlich trauriges. Nicht in jener Hinsicht, wie es 'Sylt' sein wollte. Welt verbessern wollen scheint als Unsinn abgehackt. Kettcar beschreiben nur mehr die Welt im Kleinen - und tun das in einer Weise, wie es kaum eine andere deutsche Band versteht. Wie ich finde, sollte man gute deutsche Künstler unterstützen. Eine sehr authentische Band, fern von klischeehaften und oberflächlichen Texten.




















































