Mittwoch, 20.01.2021 16:25 Uhr

Ikonenzeremonie

Verantwortlicher Autor: Rainer K. Kämpf Berlin, 30.12.2020, 11:02 Uhr
Fachartikel: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 3731x gelesen

Berlin [ENA] Bericht zur Ikonenweihung, des Gottesdienstes und der Feierlichkeiten anlässlich des Jahrestages unseres Vereins für Völkerfreundschaft e. V. aus Müggelheim zur Namensgebung des „Heiligen Alexander Schmorell von München“ im Russisch-Orthodoxen Kloster St. Georg in Götschendorf und der Ausstellungseröffnung „Die Weiße Rose – ihr Geist lebt weiter!“

Diese Ikone des „Heiligen Alexander Schmorell“ ist am Vormittag des 10. Oktober 2020 von unserem Vorsitzenden Michael Bock an den Prior und Vater Daniil feierlich übergeben worden und im anschließenden Gottesdienst in der Klosterkirche durch mehrere Priester und Mitglieder eingeweiht worden. Die Ikone des Neumärtyrers und die Wahl des Namens „die Weiße Rose“symbolisieren offenbar die Reinheit und Unschuld im Angesicht des Bösen. Einer, dieser mutigen Verfasser der Flugblätter der Weißen Rose ist der deutsch-russische Medizinstudent Alexander Schmorell gewesen. Er und seine Kommilitonen wurden durch christliche, liberale Elternhäuser und durch die Jugendbewegungen der Weimarer Republik geprägt.

Im Dezember 1942 suchte Alexander mit Hans Scholl den Kontakt zu Kurt Huber zu knüpfen. Gemeinsam verfassten sie im Januar1943 das fünfte Flugblatt „Aufruf an alle Deutschen!“, das sie dann gemeinsam an die Bevölkerung in der Öffentlichkeit und in den Städten verteilten.„Denn ich bin jetzt überzeugt“, sagte Alexander Schmorell dem bestürzten Anwalt, „daß mein Leben, so früh es auch erscheinen mag, in dieser Stunde beendet sein muss, da ich durch meine Tat meine Lebensaufgabe erfüllt habe. Ich wüsste nicht, was ich noch auf dieser Welt zu tun hätte, auch wenn man mich jetzt entlassen würde.“

Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat Alexander Schmorell für sein Wirken gegen die Diktatur und seinem starken christlichen Glauben zum Neumärtyrer heiliggesprochen. Als wir einige Tage später nach dieser Ikonenzeremonie wieder nach Griechenland zur Malerin und Ordensschwester Filareti ins Kloster Nikiton reisten, war sie von der Zeremonie im weit entfernten Deutschland überwältigt. Sie hat ebenfalls aus tiefstem Herzen mit uns gebetet und wir haben ihr herzlich gedankt. In der russischen Geburtsstadt von Alexander Schmorell in Orenburg ist erst in diesen Tagen ebenfalls ein Denkmal und ein Museum über „Die Weiße Rose“ und des Heiligen Alexander Schmorell eröffnet worden. Vergesst Gott nicht!

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