Dienstag, 25.04.2017 01:02 Uhr

Die Geburt der Orthopädie in Wien

Verantwortlicher Autor: Peter Markl Wien, 19.04.2017, 21:58 Uhr
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Ordinationsinstrumente um die Jahrhundertwende
Ordinationsinstrumente um die Jahrhundertwende  Bild: Peter Markl

Wien [ENA] Wien hat eine einmalige orthopädische Gedenkstätte für Hofrat Prof. Dr. Adolf Lorenz, dem Begründer der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie. Er lebte, wirkte und forschte in der Rathausstraße 21. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert behandelte und begutachtete er Patienten aus aller Welt.

Alle Räumlichkeiten hat sein ältester Sohn Albert unverändert belassen. So betritt man eine weitaus unbekannte Welt der Medizin und so mancher junge Arzt-Anwärter staunte über die Heilerfolge von Professor Lorenz. Doch anstelle wissenschaftlicher Definition eine Anekdote, wie der weltberühmte Arzt 1896 anlässlich der Titelverleihung zum Regierungsrat Kaiser Franz Joseph die Orthopädie erklärte: „Majestät, das ist die Kunst, die Krummen gerade und die Lahmen gehen zu machen.“ „Ausgezeichnet“, entgegnete der Kaiser zufrieden, „hörens, das ist ja höchst wichtig für den Kriegsfall!“ Der Adolf Lorenz Verein betreibt die Gedenkstätte, die Besucher aus aller Welt begrüssen kann.

1993 hat der Adolf-Lorenz-Verein über Spenden eine vom akademischen Bildhauer Prof. Rudolf Friedl entworfene Gedenktafel in Erinnerung an Adolf und Albert Lorenz neben dem Hausportal in der Rathausstraße 21 anbringen lassen. 1997 wurde von Dr. Norbert Steingress die Festschrift "Adolf Lorenz 1854 - 1946, Etappen eines langen Lebens" verfasst. Albert Lorenz starb am 13. Juli 1970 in Wien.

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